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Wer mit dem Gedanken spielt, sich selbstständig zu machen, findet hier Fragen und Antworten. Im Fokus dabei: Selbstständig im Nebenerwerb. Herzlich willkommen also zum Nebenerwerbs-FAQ:

Selbstständig im Nebenerwerb – Welche Vorteile hast Du?

Viele Menschen träumen von der beruflichen Selbstständigkeit. Sie möchten eine Geschäftsidee umsetzen, die eigene Karriere selbst in die Hand nehmen, unabhängig sein.

Es ist jedoch ein gewaltiger Schritt, einen sichereren Arbeitsplatz aufzugeben und die wirtschaftliche Existenz aufs Spiel zu setzen. Immer mehr Gründungen aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen lassen eine Teil-Selbstständigkeit zu, die neben dem Haupterwerb vollzogen werden kann. Das Internet und die Cloud-Technologie ermöglicht ein ortsunabhängiges, zeitlich flexibles Arbeiten.

Selbstständig im Nebenerwerb zu sein bietet den Vorteil, dass Du Dein Geschäftsmodell ausprobieren kannst, ohne dass Du ein großes wirtschaftliches Risiko eingehen muss. Der Finanzierungsaufwand für die Teil-Selbstständigkeit ist meistens gering.

Der große Teil-Selbstständigkeitsvorteil kann sich übrigens auch nachteilig auswirken. Da Du wirtschaftlich abgesichert bleibst, ist die Notwendigkeit unbedingt handeln zu müssen, recht gering. Möglicherweise wird die Gründung immer wieder verschoben und bleibt lediglich ein Vorhaben. Achtung also vor der langen Bank!

Solltest Du träumen oder planen?

Nein, diese Frage ist nicht rhetorischer Natur , sondern durchaus ernst gemeint. Grundsätzlich solltest Du immer einen Plan haben von dem, was Du tun möchtest. Wie detailliert dieser Plan sein muss, hängt davon ab, in welchem Stadium Du Dich befindest. Bist Du noch am Anfang Deiner Überlegungen, benötigst Du statt eines Plans, viel mehr eine Vision oder einen Traum. Diese Vision sollte eine positive Unruhe, einen anregenden Pioniergeist in Dir auslösen, der Dir eine ungeheure Motivation verschafft.

Die Gründung eines Unternehmens, auch eines Teilzeit-Unternehmens, ist in der Regel kein spontaner Entschluss, der sofort in die Tat umgesetzt wird. Vielmehr tragen viele Gründer jahrelang eine Idee, einen Traum oder eine Vision in sich, mit deren Umsetzung sie beginnen, wenn die Zeit reif dafür ist.

Eine detaillierte Planung, der Geschäftsplan, gibt einen genauen Überblick über Maßnahmen zur Umsetzung eines Geschäftsvorhabens. Geschäftspläne oder Businesspläne werden hauptsächlich für private oder staatliche Investoren, zum Beispiel Banken, erstellt. Sie helfen dabei, Geldgeber von einer Geschäftsidee zu überzeugen, indem die Ziele, Chancen und Wirtschaftlichkeit des Vorhabens dargestellt wird.

Viele Gründer verzichten, wenn sie Selbstständig im Nebenerwerb werden möchten, auf die Erstellung eines Geschäftsplans, weil sie kein Kapital aufnehmen müssen und somit auch keine Geldgeber von ihrem Konzept überzeugen müssen. Damit Su selbst einen genauen Überblick über Deine Planung hast, sollten Du dennoch einen Geschäftsplan erstellen.

Wie Du einen Geschäftsplan erstellst, kannst Du in Teil II dieses FAQ lesen.

Wie wird der Traum zur Realität?

Träumen oder Spinnen, nenn es wie Du möchtest, ist etwas unglaublich wichtiges. Träume sind inspirierend und motivierend, weil sie losgelöst von allen Zwängen und Gesetzmäßigkeiten stattfinden können. Erinnerst Du Dich noch daran, was und wie Du als Kind geträumt hast? Du schlüpftest spielerisch in verschiedene Rollen, warst an nur einem Tag Polizist, Ganove oder Busfahrer.

Vielleicht hast Du es Dir gewissermaßen bereits erträumt, Dich selbstständig zu machen und eine Unternehmung zu gründen. Wenn Dich bei dem Gedanken daran, eine gewisse Sehnsucht befällt, solltest Du diesen Traum umsetzen.

Träume sind voller Vermutungen und enthalten bisweilen wenig Konkretes oder Belastbares. Für die Erfüllung Deines Traums solltest Du die Vermutungen auf den Wahrheits- und Realtitätsgehalt hin überprüfen. Ersetze  Schritt-für-Schritt die Annahmen durch Informationen und überführe so Deinen Traum in eine reale Welt.

Bist Du ein produktiver oder reaktiver Mensch?

Was treibt Dich an?

Die Motive, warum Menschen eine Unternehmung gründen, sind so vielfältig, wie die Menschen selbst. Bei der Umsetzung einer Geschäftsidee, kann jedoch der eigentliche Antrieb unter die Räder kommen. Mitunter entfernst  Du Dich unbemerkt immer weiter von Deinen Motiven, Deinen Vorstellungen, Deinen Werten. Werde Dir über Deine Wertehierarchie klar und überprüfe das, was Dir wichtig ist. Wenn richtungsweisende Entscheidungen anstehen, kann Dir das helfen.

Kann ich meine Wertvorstellungen, wenn ich Selbstständig im Nebenerwerb bin (der konkreten Tätigkeit, mit dem Kundenkreis, dem Zeitaufwand, den Methoden …) in Einklang bringen? Komme ich mit der Gründung meinen Werten näher oder entferne ich mich von ihnen? Wenn Du nicht schon früh die Lust an Ihrem Unternehmen verlieren möchtest, solltest Du das, was Dich antreibt im Auge behalten.

Selbstständig im Nebenerwerb

Wie wichtig ist Know-How?

Deine Fähigkeiten spielen bei der Suche nach dem passenden Geschäftskonzept eine zentrale Rolle. Es liegt nahe, dass Du Dich mit dem, was Du richtig gut kannst, in Deiner Selbstständigkeit beschäftigst. Diese Fähigkeiten müssen nicht zwingend Deiner Ausbildung entsprechen. Vielfach ist die Expertise, die autodidaktisch erworben wurde, eine sehr gute Grundlage für ein Geschäftskonzept. Häufig können Kenntnisse, die Du in Deiner Ausbildung, bei der Ausübung Deines Hobbys oder bei der Bewältigung persönlicher Herausforderungen erworben hast, auf andere Bereiche übertragen werden. 

Wenn Du mit Deiner Unternehmung erfolgreich sein möchtest, muss Du in Deinem Metier richtig gut sein. Schätze Dein Können realistisch ein und vergleiche Dich mit „Kollegen“ oder Anbietern ähnlicher Leistungen.

Informiere Dich über gesetzliche Rahmenbedingungen, die möglicherweise eine bestimmte Ausbildung vorschreibt.

Wie meisterst Du Barrieren und Hemmnisse?

Der Weg in die Teil-Selbstständigkeit ist aufregend und macht größtenteils richtig Spaß. Es können sich jedoch auch einige Barrieren ergeben, die sich sehr demotivierend auswirken können. Weil beim Aufbau einer Nebenerwerbsselbstständigkeit die wirtschaftliche Existenz gesichert bleibt, werden bei den ersten Schwierigkeiten, wichtige Schritte gerne auf die lange Bank geschoben oder das Geschäftsvorhaben gerät grundsätzlich in Gefahr.

Um Hindernisse meistern zu können, muss Du diese zunächst einmal erkennen. Je deutlicher Du siehst, was Dir Schwierigkeiten bereitet, desto leichter löst Du die Probleme. Ein regelrechter Bremsklotz auf dem Weg in die Teil-Selbstständigkeit, ist die Unsicherheit darüber, welcher konkrete Schritt als nächstes zu tun ist oder wie dieser Schritt genau ausgeführt werden soll. Decke auf, worin genau die Unsicherheit begründet ist. Nur so kannst Du Dir das fehlende Wissen aneignen oder Unterstützung organisieren.

Bist Du ein Unternehmertyp?

Die Antwort auf diese Frage setzt sich überwiegend aus zwei Betrachtungen zusammen: Belastbarkeit (Gesundheit und Stress, Finanzmittel, Familie und Umfeld) und Know-How (Ausbildung, Kenntnisse in Buchführung, Vertrieb, Mitarbeiterführung).

Ganz egal, ob Du eine Selbstständigkeit im Voll- oder Nebenerwerb planst, Du solltest sich intensiv damit auseinandersetzen, was auf Dich zu kommt. Eine Teil-Selbstständigkeit im Nebenerwerb erfordert mitunter viel Zeit (neben dem Hauptberuf) und viel Organisationstalent, Familie, Beruf und Selbstständigkeit unter einen Hut zu bekommen. Die Frage, ob Du ein Unternehmertyp sind, solltest Du Dir stellen. Allerdings kannst Du das in einer Teil-Selbstständigkeit ausprobieren, ohne um Ihre wirtschaftliche Existenz bangen zu müssen.

>> Fragebogen „Sind Sie ein Unternehmertyp?“ Link BMWI

Wie gehst Du konstruktiv mit Zweifel und Kritik um?

Dein Geschäftsmodell, die Bewertung Deiner Fähigkeiten und die realistische Analyse vorhandener Zielgruppen und Märkte sollte von Dir selbst aber auch von anderen überprüft werden. Je gründlicher und sachverständiger die Prüfung, um so mehr gewinnst Du. Du wirst gerade in der Konzeptphase vieles überdenken, ändern und optimieren. Damit Du jedoch nicht ewig in der Konzeptphase verharrst, solltest Du Dir ein zeitliches Limit setzen.

Kritik, gerade in der Konzeptphase ist enorm wichtig, weil Sie vor der eigentlichen Gründung Deine Marschrichtung festlegt. Setz bei Deinen Kritikern auf Qualität statt Quantität. Ziehe nach ausführlicher Überlegung und etwaigen Anpassungen einen Schlussstrich und mach Dich an die Umsetzung Deiner Gründung. Glaub nicht, Deine Geschäftsidee, Dein Produkt oder Deine Dienstleistung sei perfekt. Produkte sind nie abschließend fertig. Sie sind vielmehr einem ständigen Veränderungsprozess unterworfen und werden permanent optimiert.

Selbstständig im Nebenerwerb >> Beratung finden

Was ist von Anfang an für Deinen Erfolg wichtig?

Geh die Gründung und Deinen Geschäftsbetrieb professionell und ernsthaft an. Kommuniziere diese Ernsthaftigkeit Deinen Interessenten und Kunden gegenüber. Viele Menschen, insbesondere aber Unternehmen, stehen semi-professionellen Hobbyfirmen sehr skeptisch gegenüber.

Als Unternehmer muss Du für Deine Kunden erreichbar sein. Ständige Abwesenheit wirkt unseriös und wenig vertrauenswürdig. Bediene Dich zum Beispiel eines Bürodienstes, der Deine Anrufe entgegen nimmt, während Du Deinem Haupterwerb nachgehst. Warum solltest Du Deine Kunden über das „Nebengewerbe“ informieren?

Plan für die Bearbeitung Deiner Aufträge genügend Zeit ein. Wenn Du in Verzug gerätst, werden Deine Kunden kein Verständnis für Deine Doppelbelastung aufbringen.

Kalkuliere Deine Preise und Honorare so, als würdest Du von den Einnahmen, umgerechnet auf den Haupterwerb, leben müssen. Auch wenn Du wirtschaftlich durch Deine Haupttätigkeit abgesichert bist, solltest Du Dich nicht unter Wert verkaufen. Möglicherweise generierst Du gerade zu Beginn Deiner Selbstständigkeit einige Aufträge, Du machst Dir damit aber keinen guten Namen und schadest Deiner Branche.

>> www.ebuero.de, www.topbuero.de 

Selbstständig im Nebenerwerb – Warum gerade Du?

Die Antwort auf diese Frage ist kurz und einfach: Weil Du es kannst! Du hast eine ganze Menge Know-How, bist selbstbewusst und engagiert. Mehr brauchst Du nicht.

Vielleicht hemmt Dich die Angst vor dem Scheitern. Vielleicht löst der Gedanke, mit einer Geschäftsidee an die Öffentlichkeit zu gehen, Unbehagen in Dir aus. Was sagen Nachbarn, die Kollegen meines Haupterwerbs oder Freunde?

Wenn Dir solche Gedanken und Gefühle bekannt vorkommen, sehnst Du Dich nach einem Coach, der Dir den Seegen für Dein Vorhaben gibt. Den für Dich so wichtigen Seegen kannst Du Dir getrost selbst erteilen. Wenn Du alle Fragen mit „Ja“ beantworten kannst, spricht kaum etwas gegen den Schritt in die Nebenerwerbsselbstständigkeit.

  • Träumst Du nicht schon seit einigen Jahren von einer beruflichen Selbstständigkeit?
  • Bringt Dir die Tätigkeit, die Du zukünftig selbstständig ausüben möchtest, Freude und Bestätigung?
  • Beschäftigst Du Dich mit Deiner Nebentätigkeit so gerne, dass Dir das zeitliche Engagement nicht wie ein Opfer vorkommt?
  • Hast Du Deine Kompetenz, Dein Angebot, gegenüber Wettbewerbern geprüft und Deine Stärken herausgearbeitet (Alleinstellungsmerkmal)?
  • Hast Du erste Erfahrungen gesammelt, ob Deine Leistungen von Kunden angenommen werden?

 Zum Schluss kannst Du Dir die wichtigste aller Fragen in diesem Zusammenhang stellen:
Was hast Du zu verlieren?

Manche Menschen zweifeln an der Ausbildung, die sie für eine bestimmte Tätigkeit voraussetzen. Natürlich gibt es für einige Berufe vorgeschriebene Ausbildungsgänge, doch es gibt sehr viele Tätigkeiten, die Du ohne einen Eignungsnachweis ausüben kannst. Vielfach werden gerade die Tätigkeiten, die auf persönliche Lebenserfahrung beruhen, mit besonders viel Energie und Engagement ausgeübt.


Christof Prinz, ist Technischer Redakteur und Mission Guide des Mind Rocket® Programms, dass Menschen auf eine höhere Umlaufbahn ihres Lebens bringt. >> mehr erfahren