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Wie erhältst Du Inspirationen und neue Ideen für Deine Geschäftsidee?

Wie entwickelst Du Deine Geschäftsidee? Hier gibt es wertvolle Tipps für Dein zukünftiges Business im Nebenerwerb.

Schärfe Deine Wahrnehmung für Geschäftliches. Lies den Wirtschaftsteil Deiner Tageszeitung, betrachte Dir andere Geschäftskonzepte und notier Dir interessante Ansätze. Stöber auf Messen, in einschlägigen Fachzeitschriften und besonders im Internet. Hier stellen sich auf nationaler und internationaler Ebene millionenfach Unternehmen vor.

Analysiere gezielt die Konzepte Deines Metiers. Welche Merkmale kannst Du der Unternehmung zuweisen? Wo liegen aus Deiner Sicht die Stärken und Schwächen. Was interessiert Dich an einer Unternehmung, an einem Konzept besonders?
Diese Analyse sensibilisiert Dich für entscheidende unternehmerische Aspekte: Marketing, Zielgruppen, Prozesse, Kosten.

Gibt es einen Königsweg zur Entwicklung einer Geschäftsidee?

Ein ausgereiftes Geschäftskonzept besteht aus sehr vielen Bausteinen, die je nach Präferenz des Geschäftsinhabers vollkommen unterschiedlich sein können und zudem verschieden gewichtet werden können. Es ist also ausgeschlossen, bei der Entwicklung einer Geschäftsidee eine Schablone anlegen zu können.

Die Ideenfindung ist ein komplexer Vorgang mit sehr vielen Einflüssen, obwohl die Rahmenbedingungen (zum Beispiel rechtliche oder betriebswirtschaftliche), in denen sich die Ideen bewegen gleich sind.
Es gibt viele Möglichkeiten, neue Ideen anzuregen und zu beflügeln. Einige davon werden in diesem Beitrag vorgestellt. Die Ideenfindung ist oftmals ein kombinierter Vorgang aus Assoziation, Intuition, Systematik und der Anwendung von Kenntnissen.

In welchem Umfeld entstehen Geschäftsideen oder kann man Geistesblitze fördern?

Neue Geschäftsideen gedeihen besonders gut, wenn aus sich verändernden Rahmenbedingungen neue Märkte entstehen oder bereits bestehende Märkte erweitert werden.

Menschen, die sich in einer dynamischen Umgebung bewegen, in eine solche hinein vernetzt und gut über die Vorgänge in der Umgebung informiert sind, können, Kreativität vorausgesetzt, mehr Ideen und Konzepte generieren.

Es gibt zahlreiche Beispiele für das Entstehen neuer Unternehmungen aus dem Umfeld sich verändernder gesetzlicher oder gesellschaftliche Rahmenbedingungen:

  • Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien (EEG): Aus der Förderung der erneuerbaren Energien ergaben sich neue Märkte und der Bedarf an Produkten und Dienstleistungen. Es entstand eine neue Branche, in die im Jahre 2011 rund 23,3 Mrd. Euro in Bau und Betrieb von Anlagen investiert wurde. [BMU]
  • Novellierte Energieeinsparverordnung EnEV: Die Einführung des Energieausweises in Deutschland hat zu einem hohen Bedarf an Energieberaten geführt.
  • Personenbeförderungsgesetz (Fernbusverkehr): Die Liberalisierung der Personenbeförderung hat zu neuen Busunternehmen, Mitfahrzentralen oder Bewertungsportalen geführt. 
  • Umsetzung von EU-Richtlinien oder nationalen Gesetzen: Novellierte oder neu eingeführte Regelwerke, zum Beispiel technische Direktiven,  zwingen Hersteller zu deren Umsetzung, wenn sie weiterhin Produkte in Verkehr bringen möchten. Bei vielen Unternehmen bestehen häufig Unsicherheiten und der Bedarf an Beratung, Training oder Dienstleistungen ist groß.
  • Gewerbefreiheit und Liberalisierung der Handwerksordnung: Die Öffnung der Handwerksordnung hat sehr viele Möglichkeiten geschaffen. Zum Teil wurde diese Öffnung bereits wieder rückgängig gemacht.
  • Demographischer Wandel: Seit vielen Jahren vollzieht sich die Alterung der Gesellschaft in Deutschland. Daraus resultiert ein enormer Bedarf an Pflege- und Betreuungsdienstleistungen. Hier entstehen aufgrund des Demographischen Wandels neue Betätigungsfeder für Unternehmer. In diesem Zusammenhang kann betrachtet werden, dass die Lebenszeit für Menschen angewachsen ist und sie heute recht vital aus dem Berufsleben ausscheiden. Es gibt vielfältige Angebote an die Zielgruppe der „Silver Generation“.  

Auch eine Umgebung in der neue Technologien, Produkte oder Verfahren entwickelt und vorgestellt werden, birgt häufig ein Potential für Geschäftsideen. Menschen, die sich in einem solchen dynamischen Milieu bewegen, können sich in einem frühen Stadium mit einer neuen Technologie vertraut machen und sie anwenden (Early Adopter). Aus diesem frühen Anwenden heraus, ergeben sich Wettbewerbsvorteile, die eine Geschäftsidee attraktiv machen. Ein Beispiel dafür ist die Digitalisierung.

Aus der Veränderung persönlicher Lebensumstände heraus, können ebenfalls Geschäftsideen entstehen. Die Bewältigung einer besonderen individuellen Herausforderung, das Erreichen eines nicht alltäglichen Ziels oder das Meistern einer Lebenskrise und die dabei gewonnenen Erfahrungen können als Grundlage eines Geschäftskonzeptes dienen.

Kann die Haupterwerbstätigkeit ein Ideenlieferant sein?

Grundsätzlich sind Nebenerwerbsselbstständige gut beraten, wenn sie ihre Tätigkeit am Arbeitsplatz und ihr selbstständiges Arbeiten strickt voneinander trennen. Ihr Arbeitgeber hat kein Interesse daran, dass Du in Deiner Freizeit einer selbstständigen Tätigkeit nachgehst. Möglicherweise wird er zwar interessiert sein, Deine Entwicklung jedoch kritisch betrachten.

Viele Menschen starten eine Unternehmung mit der Tätigkeit, die sie zuvor als abhängig Beschäftigter ausgeübt haben. Dieses ist für eine Selbstständigkeit im Nebenerwerb problematisch und sollte detailliert mit dem Arbeitgeber abgestimmt werden. Oftmals bestehen vertraglich festgelegte Konkurrenzklauseln, die ein solches Vorgehen untersagen.

Dennoch kann der Berufsalltag grundsätzlich Fragen aufwerfen, die in eine Geschäftsidee münden können.  Das liegt daran, dass Du Dich mit Deinem Arbeitsplatz im Wirtschafts- und Geschäftsleben befindest, also genau dort, wo die meisten neuen Ideen geboren werden.

Geh zum Beispiel folgenden Fragestellungen nach: Was vermisse ich an meinem Arbeitsplatz? Was vermissen unsere Interessenten, Kunden, Lieferanten? Wie können Prozesse, Workflows, Produkte verbessert werden? Wo bestehen im Arbeitsumfeld Bedarfe, die bisher nicht gedeckt sind?

Wenn Du zunächst eine Fragestellung herausgearbeitet hast, kannst Du mit verschiedenen Kreativitätstechniken zu neuen Ideen kommen.

Wie kann Betriebsblindheit überwunden werden?

Die Betriebsblindheit schleicht sich immer dann ein, wenn Prozesse routiniert vonstatten gehen und Methoden, Umgebungen oder Personen allzu bekannt und vertraut sind. Diese Blindheit ist im übertragenden Sinne die fehlende Sensibilität für etwas Neues, etwas besonderes. Sie tritt übrigens nicht nur in sprichwörtlichen Betrieben auf, sondern kann jeden einzelnen befallen. Wer sich schon Jahre mit einem Thema, einer Tätigkeit oder einem Hobby beschäftigt, und es in all seinen Facetten kennt, wird blind für neue Ideen. Wird die Betriebsblindheit erkannt, können geeignete Maßnahmen dagegen ergriffen werden.

Sehr hilfreich ist eine Änderung der Sichtweise. Viele Menschen glauben, sie würden neue Dinge entdecken können, obwohl sie immer in dieselbe Richtung schauen. Schauen Sie ganz bewusst in eine andere Richtung. Ein Rollentausch, zum Beispiel vom Kunden zum Lieferanten oder vom Akteur zum Beobachter, kann dem Ideen suchenden die Augen öffnen.

Welche Kreativitätstechniken können die Entwicklung einer Geschäftsidee beflügeln?

Kreativitätstechniken ermöglichen es Einzelpersonen oder Gruppen durch festgelegte Methoden ihr kreatives Potenzial anzuregen und auszuschöpfen. Die Anwendung von Kreativitätstechniken ist im Gegensatz zum zufälligen Geistesblitz ein gezieltes produzieren von Ideen zu einem festgelegten Zeitpunkt. Kreativitätstechniken versuchen mit Analogien und Assoziationen neue Ideen zu fördern, indem Neues mit bereits Bekanntem gemischt und in einen anderen Kontext gestellt wird. Manche Techniken setzen auf zufällige Intuition zur Generierung neuer Gedanken, andere wiederum gehen systematisch vor.

Es gibt sehr viele verschiedene, teilweise aber auch sehr ähnliche Techniken. Welche für den jeweiligen Anwender geeignet ist, hängt überwiegend von der Präferenz des Nutzers ab. Die Kreativitätstechniken unterscheiden sich anhand einiger Merkmale wie zum Beispiel dem Reifegrad der Ideen, der Komplexität der möglichen Problemlösungen, der Gruppenzusammensetzung und des Ablaufs.

Sicherlich ist nicht jede Technik für jeden Anwender geeignet. Interessierte Anwender sollten einfach ausprobieren. Stellvertretend für die vielen Kreativitätstechniken, sollen hier eine Technik vorgestellt werden, die zur Ideenfindung angewendet werden kann.

Analogie Technik

Bei der Analogietechnik wird die Frage-oder Aufgabenstellung zur Ideenfindung mit Merkmalen, also Eigenschaften, versehen. Dann werden verwandte Situationen für die verwendeten Merkmale gesucht. Aus dieser neuen Ansicht heraus werden reale oder fiktive Lösungen gesammelt und auf die ursprüngliche Fragestellung übertragen.

Analogien zu einem Fahrrad könnten zum Beispiel sein:

  • Dreirad, Einrad,Skateboard, Roller, Rollschuhe (Fortbewegungsmittel ohne Motor)
  • Laufband, Cross-Trainer, Hantelbank, Langlaufski (Fitnessgeräte)
  • Hüpfball, Drehkreisel, Modellauto, Puppenhaus, Technik-Baukasten (Spielzeug)

Wie innovativ sollte eine Geschäftsidee sein?

Vielfach besteht die Annahme, dass ein Geschäftskonzept neu und innovativ sein sollte, um erfolgreich zu sein. Neue, einzigartige oder verrückte Geschäftsideen werden von den Medien zwar gerne aufgegriffen, doch sie sind selten und oftmals nicht besonders erfolgreich. Die meisten Gründungen sind tatsächlich traditionell und weisen einen geringen Innovationsgrad auf.

Je innovativer, neuer eine Geschäftsidee ist, desto weniger Erfahrungswerte bezüglich Markteintritt und Marktakzeptanz liegen vor. Die Unsicherheit bei der Umsetzung von bisher nicht da gewesenen Geschäftsideen ist also besonders groß.

Bei traditionellen Ideen gibt es bereits Erfahrungen und es ist bekannt, dass sie funktionieren. Die Gründung ist also nicht so Risiko behaftet, allerdings ist der Wettbewerb größer. Der Gründer sollte Alleinstellungsmerkmale herausarbeiten, die ihn von der Konkurrenz abheben.

Bei Gründungen im Nebenerwerb ist das Risiko des wirtschaftlichen Scheiterns meistens recht gering, wenn nicht ein größerer Finanzierungsbedarf nötig ist. Aus diesem Grunde könnte durchaus auch mit sehr innovativen Ideen gespielt und ausprobiert werden. Es sollte bei aller Innovation, der Kundennutzen immer im Mittelpunkt aller Überlegungen stehen.

Wie kannst Du bekannte und erfolgreiche Konzepte nutzen?

Bekannte und erfolgreiche Geschäftskonzepte sind inspirierend und können durch Anpassungen und Innovationen übernommen werden.  Es gibt verschiedene Innovationsarten, die bei der Adaption einer Geschäftsidee angewendet werden können.

Geographische Innovation

Eine bereits erfolgreiche Dienstleistung oder ein erprobtes Produkt wird für einen anderen geographischen Markt angepasst. Neben der Lokalisierung eines Produktes, könnte eine Idee aufgegriffen und an einem anderen Ort realisiert werden. Es gibt zahlreiche erfolgreiche Geschäftsideen, bei denen Gründer ein lokal bestehendes Konzept zum Beispiel im Ausland realisiert haben. Vielfach trifft man diese Adaptionen bei der Herstellung und dem Verkauf von nationalen oder regionalen Lebensmitteln im Ausland an.

Zielgruppen-Innovation

Bei der Zielgruppen-Innovation wird ein bestehendes Konzept für eine andere Zielgruppe angepasst und umgesetzt. Oftmals bietet die Spezialisierung auf eine bestimmte Zielgruppe neue Chancen, ein Geschäftskonzept Erfolgreich zu etablieren. Während bestehende Geschäftskonzepte eine breite, möglicherweise nicht näher definierte Zielgruppe ansprechen, können Angebote, die speziell für eine Zielgruppe (zum Beispiel Senioren) angepasst werden, sehr erfolgreich sein.

Prozess-Innovation

Hier wird ein erprobtes Geschäftskonzept übernommen und in verbesserter Art und Weise ausgeübt. Diese Verbesserungen können zum Beispiel durch optimierte Herstellungsmethoden, einem effizienteren Workflow oder mehr Flexibilität erreicht werden.

Bei der Übernahme bestehender Geschäftskonzepte sollte immer geklärt werden, ob es patentrechtliche Einschränkungen gibt.

Wie wichtig sind persönliche Überzeugungen und Werte?

Neben den wichtigen wirtschaftlichen Fragen und Prozessen zur Ideenfindung sollten Deine persönlichen Überzeugungen und Werte in das Geschäftskonzept einfließen. Das Geschäftskonzept, also die Dienstleistung oder das Produkt, sollte zu Dir passen. Du solltest Dich sehr gerne damit beschäftigen, es lieben und sehr viel mehr darüber wissen als andere Menschen. Nur so wirst Du bereit sein, sich mit Deiner ganzen Kraft dafür einzusetzen und das zeitliche Engagement dafür nicht als großes Opfer ansehen.

Oftmals geraten die persönlichen Überzeugungen, also das was einem Menschen wirklich wichtig ist, in Vergessenheit. Nachhaltiger Erfolg ist jedoch nur möglich, wenn die Werte des Gründers mit der Geschäftsidee in Einklang sind und sich so eine dauerhafte Zufriedenheit einstellen kann. Frage Dich also, was Dir besonders wichtig ist.

Anerkennung, Bewusstseinserweiterung, Eigentum, Familie, Freundschaft, Frieden, Glaube, Kompetenz, Kreativität, Lebensfreude, Lebensstandard, Macht, Reichtum, Selbstbestimmung, Unabhängigkeit, Verantwortlichkeit, Zufriedenheit. Das sind nur einige wenige  Begriffe, die möglicherweise in Deiner persönlichen Werte-Hierarchie stehen könnten.

Was ist das Wichtigste für Deine Geschäftsidee?

Das wichtigste einer Geschäftsidee ist der Kundennutzen. Ohne einen klaren Kundennutzen brauchst Du Deine Geschäftsidee nicht weiter verfolgen. Damit Du Geschäfte machen kannst, müssen Deine Kunden bereit sein, für Deine Leistungen Geld zu bezahlen. Das ist nur mit einem klaren Kundennutzen umsetzbar.

Viele Menschen verlieren den zentralen Punkt einer Geschäftsidee aus dem Blick. Sie beschäftigen sich vielmehr mit organisatorischen Fragen, persönlichen Präferenzen oder fokussieren sich zu stark auf das was sie können und nicht auf das was der Kunde benötigt. Bei der Entwicklung einer Geschäftsidee, solltest Du Dich zunächst fragen, was der Markt, was Deine Kunden benötigen. Erst im zweiten Schritt solltest Du darüber nachdenken, ob Du in der Lage bist, die Wünsche und Bedarfe zu erfüllen. So behältst Du den Kundennutzen klar im Fokus.

Wie kalkulierst Du Deine Preise?

Betriebswirtschaftliche Grundlagen sollten Dir nicht nur vertraut sein, die Beschäftigung damit sollte Dir Spaß machen. Für die meisten Geschäftstätigkeiten im Nebenerwerb reicht sicherlich eine einfache Ausgaben-/Einnahmen-Betrachtung aus. Die Preise, die Du für Deine Leistungen verlangst, richten sich nach Deinen Ausgaben und dem, was Du verdienen möchtest.

Viele Menschen betrachten die Einnahmen aus ihrem Nebenerwerb als zusätzliches Taschengeld. Daher bieten sie ihre Leistungen häufig viel zu günstig an. Neben der Tatsache, dass sie damit der gesamten Branche schaden, werden sie niemals über den Taschengeld-Status hinauskommen. Ihre Leistungen werden niemals richtig ernst genommen. Eine Entwicklung des Geschäfts ist somit von Beginn an zum Scheitern verurteilt.

Verlange für Deine Produkte und Leistungen marktübliche Preise. Gute Arbeit kostet gutes Geld und das wird vom Markt anerkannt. Wenn Du auf die Einnahmen aus Deinem Nebenerwerb nicht unbedingt angewiesen bist, kannst Du experimentieren und auf marktübliche Preise bestehen. Du hast schließlich den langen Atem, dieses durchzuhalten. Am Ende wird es sich auszahlen.

Wie prüfst und validierst Du Deine Geschäftsidee?

Ressourcen

Beantworte Dir zunächst einmal die Frage, ob Deine Geschäftsidee bei Deinen vorhandenen Ressourcen Erfolg versprechend ist. Diese subjektive Bewertung sollte, losgelöst von objektiven Bewertungskriterien, an erster Stelle stehen. Schließlich muss das Konzept zu Dir passen. Kannst Du mit Deinen Mitteln, zum Beispiel technische Ausstattung, Know-how oder Zeitbedarf, das Geschäftskonzept erfolgreich realisieren?

Kundennutzen

Den Kundennutzen solltest Du bei der Ideenfindung bereits hinreichend berücksichtigt haben. Ein Geschäftskonzept ohne klaren Kundennutzen brauchst Du nicht weiter zu verfolgen. Prüfe, ob Deine Kunden tatsächlich bereit sind, für Deine Leistungen Geld zu bezahlen oder ob sie nur Interesse bekunden. Lediglich Interesse bei mangelnder Zahlungsbereitschaft reicht für eine geschäftliche Tätigkeit nicht aus. Prüfe, ob es bereits ähnliche Konzepte gibt, die sich bewährt haben und für die Kunden bezahlen.

Marktvolumen und Konkurrenz

Schätze das Marktvolumen und die zu erwartende Konkurrenz möglichst realistisch ein. Auch hier können bereits bestehende Konzepte wertvolle Informationen liefern. Werden zum Beispiel in Deiner Stadt ähnliche Leistungen angeboten? Wie werden diese Leistungen von den Kunden angenommen? Wenn Du Deine Leistungen über das Internet anbietest: Gibt es bereits ähnliche Angebote? Wie werden diese Angebote angenommen? Ein Indiz dafür ist, wie und in welcher Häufigkeit die Angebote im Internet kommuniziert werden. Hier bieten die sozialen Netzwerke und Foren gute Informationen.

Markteintrittsbarrieren

Selbst gute Konzepte können daran scheitern, dass die Markteintrittsbarrieren nicht überwunden werden können. Die Hürden, im Markt Fuß zu fassen, können vielfältig sein: Der erforderliche Kundenstamm wächst nicht oder ausreichende Beschaffungs- und Vertriebsmöglichkeiten fehlen. Mach Dir Deine Markteintrittsbarrieren bewusst und plane die ersten Schritte in die Selbstständigkeit detailliert. Je genauer Du planst, desto klarer werden Dir Schwierigkeiten aufgezeigt.

Beobachte und prüfe das Umfeld indem Du Dich mit Deiner Geschäftsidee bewegst. Es können sich zum Beispiel rechtliche Bedingungen ändern und die Grundlage für Dein Geschäftskonzept erschweren oder sogar entziehen. Zudem kann ein sehr dynamischer Markt dazu führen, dass sich das Interesse Deiner Kunden verändert und zurückgeht.

Alleinstellungsmerkmal

Was zeichnet Dein Konzept aus? Wodurch hebst Du Dich von Deinen Mitbewerbern ab? Warum sollten sich Interessenten gerade an Dich wenden? Was machst Du besser als die Konkurrenz? Um Alleinstellungsmerkmale herauszuarbeiten, muss Du den Markt und die Mitbewerber analysieren und beobachten.

Zielgruppe

Eine Gruppe von Menschen wird in Zukunft eine ganz besonders wichtige Bedeutung für Dich haben: die Zielgruppe. Die Zielgruppe wird sich für Deine Leistungen interessieren, sie nutzen und dafür bezahlen. Geschieht dieses in ausreichendem Maße, gewinnst Du daraus unternehmerische Entfaltungsmöglichkeiten. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass Du Deine Zielgruppe genau bestimmst und analysierst.

Die Größe und Kaufkraft Deiner Zielgruppe sollte den Erfolg Deines Konzeptes ermöglichen können. Eine kleine, spezielle Zielgruppe mit wenig Kaufkraft verspricht nicht gerade sprudelnden Ertrag.

Deine Geschäftsidee

Benötigst Du einen Geschäftsplan für Deine Geschäftsidee?

Mit einem Geschäftsplan beschreibst Du Deine Geschäftsidee, die Möglichkeiten der Umsetzung in Bezug auf Ressourcen und Märkte sowie Risiken. Der Geschäftsplan wird als Grundlage für die Kommunikation mit Banken oder Investoren verwendet. Auch wenn Du für Deine Nebenerwerbsgründung kein fremdes Kapital benötigst, ist es dennoch ratsam ein Geschäftsplan zu erstellen.

Der Geschäftsplan hilft Dir dabei, Dein Geschäftskonzept logisch und zielgerichtet aufzustellen und den Gesamtüberblick zu behalten. Dir wird deutlich, wo Defizite vorhanden sind, Informationen fehlen oder Entscheidungen getroffen werden müssen.

Wie erstellst Du einen Geschäftsplan?

Der Geschäftsplan besteht aus folgenden Elementen:

  • Deckblatt
  • Inhaltsverzeichnis
  • Zusammenfassung: In der Zusammenfassung gibst Du einen groben Überblick über das, was Du zukünftig geschäftlich vor hast.
  • Beschreibung der Geschäftsidee: Beschreibe Dein Geschäftskonzept möglichst präzise.
  • Dein Profil: Beschreibe Deine fachlichen und persönlichen Voraussetzungen, Deine Branchenerfahrung und weitere Ressourcen.
  • Marktkteinschätzung: Gib hier Deine Einschätzung zum Marktpotential, zur Zielgruppe, zum Marktvolumen.
  • Konkurrenzsituation: Beschreib hier die Wettbewerbssituation
  • Standort: Gib hier eine Einschätzung über den Standort Deines Geschäfts (wenn relevant)
  • Unternehmensorganisation: Beschreib hier, die organisatorischen Aspekte Deines zukünftigen Unternehmens. Welche Rechtsform gibst Du Deinem Unternehmen? Wie sind Aufgaben organisiert? Wie werden Aufträge abgearbeitet?
  • Risiken: Beschreib die kritischen Erfolgsfaktoren. Was könnte Dich daran hindern, erfolgreich zu sein? Wo siehst Du selbst die größten Schwierigkeiten?
  • Betriebswirtschaftliche Planungen: Hier beschreibst Du, wie viel Kapital Du zum Aufbau Deines Unternehmens benötigst.

Verschiedene Organisationen, zum Beispiel Industrie-und Handelskammern, bieten Vorlagen und Muster für einen Geschäftsplan an. Zum Beispiel die IHK München: http://www.muenchen.ihk.de/de/starthilfe/Anhaenge/BusinessplanIHK.pdf


Christof Prinz, ist Technischer Redakteur und Mission Guide des Mind Rocket® Programms, dass Menschen auf eine höhere Umlaufbahn ihres Lebens bringt. >> mehr erfahren