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In diesem Beitrag geht darum, mit Autosuggestion dein Unterbewusstsein, dein Lebens-Navi zu programmieren. Vielleicht sitzt du ja gerade im Auto und lauscht der angenehmen Stimme aus dem Navigationsgerät; sie sagt dir ganz präzise, wo du lang fahren sollst. Das Autofahren ist übrigens ein sehr gutes Beispiel dafür, das permanent wiederholt Tätigkeiten oder Gedanken ins Unterbewusstsein wandern. Gewohnheiten verankern sich in unserem Unterbewusstsein.

Du kannst dich bestimmt noch sehr gut daran erinnern, dass als Anfänger das Autofahren ein sehr bewusster Prozess war. Jeder Schulterblick, jeder Gangwechsel wurde sehr sehr bewusst vollzogen. Irgendwann hast du über das Autofahren nicht mehr besonders nachgedacht. Heute legst du Kilometer um Kilometer zurück, und weißt nicht wie du das bewerkstelligt hast. Insbesondere dann nicht, wenn du noch ein Handy am Ohr hattest. (Spaß beiseite.)

Es um Autosuggestion. Die Autosuggestion ist ein ganz wirksames Werkzeug um auf das Unterbewusstsein Einfluss zu nehmen. Das Unterbewusstsein ist die Instanz, die die Blaupause unseres Lebens in den Händen hält. Immer dann, wenn wir nach Veränderung streben, spielt das Unterbewusstsein eine ganz große Rolle. Es unterstützt uns dabei, motiviert oder beflügelt uns oder behindert und bremst uns. Wenn wir etwas Neues anpacken möchten, schickt uns das Unterbewusstsein mitunter sehr unbehagliche Fragen: Bist du die oder der richtige dafür? Darfst du das überhaupt? Hast du die richtige Ausbildung dafür? Was werden deine Freunde oder was wird deine Familie sagen, wenn du dich plötzlich verändern möchtest? Wenn du plötzlich mit neuen Ideen um die Ecke kommst?

Die unbehaglichen Fragen sorgen dafür, dass wir zögerlich und unsicher werden. Sie sorgen dafür, dass am Ende unsere persönlichen Ziele und Träume auf der berühmten langen Bank landen. Dass wir immer wieder über alles noch mal nachdenken, nichts überstürzen und keine Fehler machen möchten.

Mit Autosuggestion das Unterbewusstsein beeinflussen

Warum ist das so? Unser Unterbewusstsein hat nur Gutes im Sinn, es will uns schützen. Es hat sich eine Wirklichkeit aus dem geschaffen, was wir immer wieder denken, immer wieder fühlen und immer wieder sagen oder tuen. Und dabei unterscheidet es nicht, ob etwas wahr oder unwahr ist. Und das ist einerseits ein Risiko aber gleichsam auch ein riesiges Potenzial. Wir können also unserem Unterbewusstsein eine Wirklichkeit verpassen, die uns antreibt und motiviert. Das funktioniert am besten mit Autosuggestion. Mit der Autosuggestion füttern wir, vereinfacht gesagt, unser Bewusstsein immer wieder mit den gleichen für uns förderlichen Inhalten und verknüpfen Sie mit positiven Emotionen. So wandern diese Inhalte vom Bewusstsein ins Unterbewusstsein und verankern sich dort. Allmählich bildet sich genau die Wirklichkeit, die wir brauchen, um unser Ding zu machen. Unser Unterbewusstsein wird uns nach Kräften dabei unterstützen.

Viele Menschen glauben, es würde Jahre oder gar Jahrzehnte dauern, bis unser Unterbewusstsein die neue Wirklichkeit angenommen hat. In Wahrheit geht das wirklich recht schnell. Es ist tatsächlich so, wie beim Muskelaufbau: Schon nach kurzer Zeit wirst du merken, dass sich etwas tut. Das sich nämlich dein Leben in die Richtung bewegt, in die du möchtest. Und das tut unglaublich gut.

Autosuggestion können wir sehr zielgerichtet betreiben, so dass sie uns extrem hilfreich und dienlich ist. Autosuggestion ist aber auch das, was tagtäglich im Alltag passiert. Rund um die Uhr strömen Bewusstseinsinhalte auf uns ein und machen etwas mit uns. Das beginnt schon morgens beim ersten Blick in die Facebook-time-line. Da ist wieder und wieder die Rede davon, dass Montage fürchterlich schrecklich sind, dass Arbeit doof ist, dass Hundehasser Giftköder ausgelegt haben, dass Politiker niemals Gutes im Sinn haben usw.

Später am Arbeitsplatz teilen Kolleginnen und Kollegen nicht nur das Büro oder die Werkstatt mit uns sondern immer auch ihre Gedanken. Ob wir wollen oder nicht. Frag dich mal, ob dich diese Gedanken weiter bringen, ob sie dich inspirieren und antreiben. O. k., rhetorische Frage.

Nach Feierabend, Entspannung und Zerstreuung vor dem Fernseher. Ein zugegebenermaßen heikles Thema, weil es eine Gewohnheitssache ist und weil so viele das Fernsehen so lieb gewonnen haben. Aber auch hier möchte ich dir eine wirklich wichtige Frage stellen: Wie relevant ist das, was du dort konsumierst, die Informationen und Bewusstseinsinhalte die du aufnimmst, für dein Leben. Für das, was du vor hast. Wie relevant ist der ganze Schrott? Ist es nicht oft so, dass du dir das kleinste Übel aussuchst und deine Zeit, deine Lebenszeit, vor dem Fernseher totschlägst? Mal abgesehen davon, dass es eine wirkliche Ressourcenverschwendung ist, findet eine eher destruktive Autosuggestion statt.

Wenden wir uns lieber der zielgerichteten und dienlichen Autosuggestion zu. Wie geht das? Nimm dir ein paar Stunden Zeit und zieh dich zurück. Lass WhatsApp, Internet  und alles beiseite, was dich ablenkt. Nimm dir einen Stift, ein Blatt Papier und schreibe deine persönlichen Ziele oder deinen Traum auf. Formuliere dazu drei oder vier Sätze. Formuliere diese Sätze positiv. Also nicht: „ich bin nicht schwach“, sondern „Ich bin stark“. Das Unterbewusstsein kennt keine Negation. Du kennst ja die Geschichte mit dem lila Elefanten, an denen du nicht denken sollst. Formuliere deine Sätze so, als hättest du deine Ziele bereits erreicht oder als hätte sich dein Traum schon erfüllt. Dein Unterbewusstsein unterscheidet ja nicht zwischen dem was wahr und was unwahr ist und diese Eigenschaft kannst du dir perfekt zu Nutze machen.

Schreibe nicht einfach lustlos irgendwelche Sätze auf. Es sind deine Sätze und es ist deine Lebensnavigation. Um nicht weniger geht es. Lese und schreibe sie gerne und verbinde positive Emotionen mit Ihnen. Wenn du deine Suggestionen gefunden hast, bist du einen wirklich riesigen Schritt weiter. Von nun an kannst du jeden Tag, am Besten morgens und abends, deine Sätze erneut aufschreiben und sie dir laut vor sagen. Wiederhole das Tag für Tag. Bald schon wirst du merken, welchen positiven Einfluss diese Autosuggestion auf dich, auf dein Leben hat.

Ich wünsche dir dabei viel Freude und vor allem viel Erfolg bei deinem Ding.

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